Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, der sollte einiges beachten: Neben allgemeinen Hinweisen wie dem Einlegen regelmäßiger Fahrpausen sollten vor allem die abweichenden Verkehrsregeln und Bußgeldbestimmungen im Ausland berücksichtigt werden. Langes Sitzen im Auto kann das Thromboserisiko erhöhen – um diese gefährliche Bildung von Blutgerinnseln in den Beinen zu verhindern, sollten vor allem bei langen Fahrten regelmäßige Pausen eingelegt werden. Dabei sollten nach Möglichkeit alle Insassen das Fahrzeug verlassen, um sich zu bewegen. Auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten. Um übermäßigen Ermüdungserscheinungen des Fahrers zu vermeiden, ist der Verzehr von leichten und nicht belastenden Lebensmitteln empfehlenswert, Traubenzucker mobilisiert kurzfristige Energiereserven. Eine Abfahrt zu Ferienbeginn sollte vermieden werden, um Staus aus dem Weg zu gehen – wer sich zusätzlich absichern möchte, der plant eine Alternativ-Route ein.
Bei Fahrten ins Ausland sind eventuelle Mautgebühren für die Benutzung von Autobahnen, Tunneln oder Brücken zu beachten. Hier sollte man sich im Vorhinein über die Bestimmungen informieren: In vielen Fällen benötigt man eine Vignette, die zur Fahrt auf den jeweiligen Strecken berechtigt. Eine andere Variante ist die nutzungsbezogene Gebühr – diese ist nur dann zu entrichten, wenn man eine entsprechende Mautstelle passiert. Experten zufolge sollte man für die Mautkosten rund 5 Euro pro 100 Kilometer einkalkulieren. Schwarzfahren ist wesentlich teurer: Neben den erhöhten Nachgebühren, die sich beispielsweise in Slowenien auf bis zu 800 Euro belaufen können, kommt in vielen Fällen noch ein Bußgeldverfahren hinzu – in Österreich können dafür bis zu 3.000 Euro fällig werden. Wer stattdessen auf mautfreie Strecken ausweicht, der sollte genau rechnen: Während sich diese Vorgehensweise bei Anhänger-Gespannen oder Wohnmobilen aufgrund der hohen Gebühren lohnen kann, spart man mit einem herkömmlichen Pkw kaum etwas – unter Umständen zahlt man durch höhere Benzinkosten sogar mehr Geld. Viele Vignetten können vor der Abreise in Deutschland erworben werden, Mautrechner im Internet helfen bei der Preiskalkulation.
Wer mit dem Auto im Ausland einen Strafzettel erhält, der sollte diesen nicht einfach ignorieren: Seit Oktober 2010 können Bußgelder aus dem europäischen Ausland auch in Deutschland vollstreckt werden. Diese Strafgebühren liegen in vielen Fällen vergleichsweise hoch: In Frankreich beispielsweise werden bei mehr als 50 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung ca. 1.500 Euro fällig, in Griechenland kostet ein Überholverstoß mindestens 350 Euro. Allerdings gibt es Schlupflöcher: Wer den Bescheid nicht in der eigenen Landessprache erhält, der muss nicht zahlen. Auch die pauschale Halterhaftung, die in einigen Ländern angewendet wird, ist in Deutschland nicht zulässig. Wer nicht zahlt, der kann jedoch beim nächsten Besuch im jeweiligen Land zur Kasse gebeten werden – dann werden fast immer Zusatzgebühren fällig.
