So schützen Sie Ihr Auto vor Marderbissen

24. November 2010, aus der Kategorie Ratgeber

Versicherungsschutz Folgeschäden Marderbiss und TippsBei Dunkelheit sieht man häufig kleine Pelztierchen auf Parkplätzen herumhuschen. Doch dienen sie nicht zur Freude der Autobesitzer. Steinmarder verursachen jährlich unzählige Schäden an Wasserschläuchen, Zündkabeln, Bremsschläuchen und Dämmmatten. Die Kosten, die die kleinen Tierchen mit ihren Zähnen hervorrufen, belaufen sich auf Millionenhöhe.

Marder attackieren vor allem im Frühjahr

Lange sichtete man lediglich in Süddeutschland die Marderplage, doch nun befallen die Tierchen ganz Deutschland mit ihren Knabberattacken. Besonders im Frühjahr stellen Autofahrer die häufigsten Schäden fest. Der Grund hierfür ist nicht die Motorwärme oder der Duft des Autos, sondern die Paarungszeit der Marder. In den Monaten von März bis Mai setzen die Männchen Duftmarken, die die Weibchen anlocken sollen. Doch entdeckt ein anderes Männchen diese Duftnote an einem Auto, wird es aggressiv und macht seinem Ärger, mit Beißattacken, Luft.Versicherungen decken Folgeschäden meistens nicht ab

Beim Rundumschutz sind meistens keine Folgeschäden abgesichert, sondern lediglich Schläuche, Leitungen und Kabel. Für die Folgeschäden kommen viele Versicherungen daher nicht auf. In den seltensten Fällen werden die Schäden durchschnittlich mit 2.000 Euro abgedeckt, doch dies sind oftmals nur die Ausnahmefälle. In der Regel sind es dann doch nur die Schäden am jeweiligen Kabel, die gezahlt werden.

Eine Ausnahme wurde aufgrund eines Gerichtsurteils erlassen. Hierbei wurde die Versicherung, trotz Teilkasko, aufgefordert, nicht nur für die Bissschäden am Kabel aufzukommen, sondern auch für die Sonde, die in Verbindung mit dem Kabel stand und sich nicht alleine austauschen ließ. Bei einem solchen Fall folgt die Abdeckung nur, wenn es aufgrund technischer Funktionen keine andere Möglichkeit gibt.

Tipps und Tricks zum Marderschutz

Wenige Autohersteller bieten für einen Aufpreis speziellen Schutz, wie beispielsweise eine Versperrung der Motorzugänge. Doch auch die restlichen Autobesitzer können vorsorglich handeln, um größere Schäden auszuschließen. Hierfür sind nicht unbedingt besondere Hightech Maßnahmen notwendig. Wer häufig sein Auto an verschiedenen Orten parkt, sollte auf regelmäßiges Waschen des Motors nicht verzichten. Dies kann die Duftmarken der Marder beseitigen. Wer auf Haushaltstipps setzt, kann es ebenso mit einem Besen unter dem Auto versuchen. Dieser schreckt die Beißer, zumindest vorerst, ab. Denn die kleinen Tierchen müssen ständig mit neuen Abwehrmethoden überlistet werden.

Dass Bitter- und Duftstoffe die Marder vertreiben, ist hingegen ein Mythos, ebenso sind Ultraschall-Geräte kostspielige Geldverschwendungen, wenn es um die Vertreibung der lästigen Kabelbeißer geht. Effizienter sind hingegen Ummantelungen für die Schläuche und Kabel als Vorsorge. Auch Elektroschockanlagen sind wirksam, da sie den Mardern einen leichten aber ungemütlichen Stromstoß verpasst. Allerdings sollten diese so drapiert werden, dass die Tiere mit dem Gerät in Berührung kommen, bevor sie an die Kabel herankommen. Von Marderfallen wird allerdings abgeraten, zum einen ist es verboten, zum anderen schreckt dies andere Marder nicht ab, weiterhin an den Kabeln zu kauen und zu beißen.

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