Für viele ist es der Albtraum schlechthin: Das Auto wird gestohlen. Längst betrifft die Angst vor einem Diebstahl nicht mehr nur die Besitzer neuer und teurer Fahrzeuge. Wer nicht die Möglichkeit hat, sein Auto in einer sicheren Garage zu parken, kann einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, um den Dieben das Leben schwer zu machen.
Viele Neuwagen werden heutzutage schon serienmäßig mit bestimmten Diebstahlschutzmaßnahmen ausgestattet. Aber auch, wer ein Modell ohne diese integrierten Sicherheitseinrichtungen besitzt, kann mit verschiedensten Systemen in allen Preisklassen nachrüsten. Das Fahrzeug immer abzuschließen, wenn man es verlässt, sollte selbstverständlich sein; zusätzlich kann man auf verschiedene Arten von Wegfahrsperren zurückgreifen, die verhindern sollen, dass Unbefugte das Auto überhaupt in Betrieb nehmen können. In diese Kategorie kann man auch die sogenannten Lenkrad- oder Parkkrallen einordnen, die man am entsprechenden Teil des Fahrzeugs befestigt und somit ein Wegfahren durch Dritte unmöglich macht.
Manche Hersteller bieten zu einem Preis von knapp 100 Euro eine Sicherheitsschraube an, die die Stromversorgung zur Batterie unterbrechen kann – diese zu entfernen, ohne die Batterie massiv zu beschädigen, ist kaum möglich. Auch eine mechanische Blockade der Gangschaltung ist für die meisten gängigen Fahrzeugmodelle erhältlich. Der Preis dafür liegt ungefähr zwischen 300 und 400 Euro. Alarmanlagen, die dann Laut geben, wenn das Auto berührt wird oder Erschütterungen aller Art ausgesetzt ist, sind bereits sehr weitverbreitet im Einsatz.
Einfache Systeme bekommt man bereits für knapp 50 Euro. Nach oben hin sind den Preisen kaum Grenzen gesetzt; ein Alarmsystem, das den Fahrzeuginnenraum mit Ultraschall überwacht und je nach Bedarf die Zentralverriegelung bedient, um ungebetene Gäste aus- oder einzusperren, kostet mindestens 200 Euro. Für sehr komplexe Alarmanlagen, die mit der Fahrzeugelektronik kompatibel sind und den Besitzer beispielsweise sogar per SMS informieren, wenn am Auto etwas nicht stimmt, muss man meist mehr als 400 Euro bezahlen. Unter Umständen kann dies aber eine Investition sein, die sich lohnt. Ist es doch einmal passiert und das Automobil wurde entwendet, hat man gut daran getan, vorab einen GPS-Sender angebracht zu haben. Auf diese Weise lässt sich der Standort des Fahrzeugs einfach orten. Größere Hersteller von GPS-Systemen arbeiten sogar mit den hiesigen Behörden zusammen, um ein Auffinden gestohlener Fahrzeuge noch effektiver zu gestalten.
Ein GPSSystem ist in der Anschaffung allerdings nicht ganz billig: Für das Modul alleine bezahlt man einen Preis von knapp 1.000 Euro; dazu kommen meist noch monatliche Nutzungsgebühren, die ja nach Anbieter variieren.
