Für viele Autofahrer ist eine Fahrt ohne Klimaanlage, gerade im Sommer, nicht mehr denkbar. Im Vergleich zum geöffneten Fenster hat sie auch einige Vorteile. Der eingebaute Filter säubert die Luft, die von draußen hereinkommt. Gerade auf der Autobahn und anderen viel befahrenen Straßen ist dies für die Gesundheit des Fahrers unerlässlich. Auch kann der starke Zug, der durch ein geöffnetes Fenster bei schneller Fahrt weht, leicht zu Erkältungen führen. Die Klimaanlage dagegen kühlt das Auto behutsamer und pustet dem Fahrer die Luft nicht direkt ins Gesicht.
Damit die Klimaanlage ihre Funktion optimal erfüllen kann, bedarf sie jedoch regelmäßiger und sorgsamer Pflege. Ein eindeutiges Indiz dafür, dass mit dem Kühler etwas nicht stimmt, sind strenge Gerüche. Viele Fahrer halten einen leichten Modergeruch, gerade kurz nach dem Einschalten, für normal. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall, sondern vielmehr ein Zeichen für Pilzbefall. Dieser entsteht durch Feuchtigkeit, die sich im Gebläse sammelt und einen optimalen Nährboden für Pilzkulturen darstellt.
Wenn also ein modriger Geruch durch die Klimaanlage festgestellt wird, sollte umgehend eine Werkstatt aufgesucht werden, in der die befallenen Teile ausgetauscht oder gereinigt werden können. Andererseits riskiert man sowohl die eigene Gesundheit als auch die seiner Mitfahrer. Am sinnvollsten ist es natürlich, den Pilzbefall von vornherein zu vermeiden. Dafür sollte man kurz vor Ende der Fahrt die Kühlfunktion der Klimaanlage ausschalten, das Gebläse jedoch weiterlaufen lassen. So wird die Anlage von der verbliebenen Feuchtigkeit befreit und hat keine Möglichkeit zu schimmeln.
In dem Filter der Klimaanlage können sich jedoch auch andere Arten von Keimen und Bakterien ansammeln. Diese sind häufig olfaktorisch nicht zu bemerken. Es ist daher ratsam, bei jeder Inspektion in der Werkstatt auch gleich um einen Filtercheck zu bitten. Sonst kann der gesundheitsschützende Effekt, den der Filter eigentlich haben sollte, schnell ins Gegenteil verkehrt werden.
Ansonsten ist bei der Klimaanlage im Auto auch zu beachten, dass sie nicht zu hoch geschaltet wird. An heißen Sommertagen unterliegt man häufig der Versuchung, die Kühlung auf volle Kraft zu drehen und die Erfrischung zu genießen. Dies führt jedoch zu einem erhöhten Spritverbrauch, der sowohl der Umwelt als auch dem Portemonnaie schadet. Auch kann es gefährlich für die Gesundheit sein: Wer stark geschwitzt hat und sich so ins Auto setzt, wo er sich von einer stark aufgedrehten Klimaanlage kühlen lässt, riskiert eine Erkältung. Empfehlenswert ist daher eine Temperatur ca. 2-3 Grad über der Außentemperatur.
