Bevor man in die Ferien startet, kümmern sich die meisten Autofahrer um den optimalen Zustand ihres Pkws. Öl, Wasser und der Reifenluftdruck werden geprüft, oft installiert man Dachgepäckträger und Fahrradständer. Nach dem Urlaub jedoch vernachlässigen viele Autofahrer das Fahrzeug häufig, in dem sie die vorher montierten Träger nicht wieder abnehmen.
Durch den unnötigen Ballast verbraucht das Auto viel mehr Sprit und auch technisch sollte man nach einer langen Urlaubsreise das eine oder andere beachten. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub bietet sich eine gründliche Außenreinigung an. Auf Steinschlagschäden oder Kratzer im Lack sollte man das Fahrzeug bei dieser Gelegenheit ebenfalls untersuchen und diese ggf. ausbessern, damit kein Rost entsteht. Auch der Innen- und Kofferraum sollte einer ausführlichen Säuberung unterzogen werden. Hat man zum Beispiel Strandsand mitgebracht, kann sich dieser in Ritzen und Belüftungsöffnungen festsetzten und nebenbei die Rostentwicklung beschleunigen.
Um immer eine klare Sicht zu haben, sollten abschließend noch Staubpartikel und Abgasrückstände durch eine gründliche Reinigung von den Fenstern entfernt werden. Bevor man in die Ferien startet, sollte der Reifenluftdruck an die volle Belastung des Wagens angepasst werden. Nach dem Urlaub wird das Ablassen des Drucks jedoch häufig vergessen. Die Folgen sind ein höherer Verschleiß der Reifen und auch längere Bremswege. Aber der Druckablass sollte unbedingt an kalten Reifen vorgenommen werden. Das bedeutet maximal zwei bis drei Kilometer (bis zur Tankstelle) fahren und das Auto zuvor nicht in der prallen Sonne stehen lassen. Bei dieser Gelegenheit sollte auch die Profiltiefe der Reifen kontrolliert werden.
Nach langen Reisen bei Vollbelastung sollten neben dem Ölstand die Kühlflüssigkeit und das Wischwasser kontrolliert und ggf. nachgefüllt werden. Eine Urlaubsfahrt in den Süden belastet das Kühlsystem sogar stärker als Fahrten in der Heimat. Die Prüfung sollte ebenfalls nur bei einem kalten Motor geschehen. Kontrollieren der Kühlwasserschläuche auf Dichtigkeit ist ebenfalls sinnvoll, genau wie ein Blick auf den Säurestand der Batterie. Sollte dieser zu niedrig sein, kann die Säure der Batterie mit destilliertem Wasser aufgefüllt werden, jedoch nur, bis die Bleiplatten soeben bedeckt sind.
Wenn man alle diese Dinge nach einer Urlaubsfahrt gewissenhaft durchführt, hat man nicht nur länger Freude am seinem Auto, man erhöht auch den Wiederverkaufswert. Die technischen Checks sollten aber auch ohne Urlaubsfahrt regelmäßig durchgeführt werden.
