Frauen sind die besseren Autofahrer

19. März 2010, aus der Kategorie Allgemein

Frau am SteuerFrauen sind kompetenter hinter dem Steuer als Männer. Diese Meinung vertreten 51 Prozent der befragten europäischen Autofahrer, nur 19 Prozent sind der Auffassung, dass Männer besser fahren als Frauen. Diese Ergebnisse sind Teil des AXA Verkehrssicherheits-Reports 2009. Die länderübergreifende Studie untersuchte das Sicherheitsbewusstsein europäischer Autofahrer. Und da sprechen viele Zahlen dafür, dass Frauen sich besser und sicherer im Straßenverkehr bewegen als Männer.

Frauen legen mehr Wert auf Sicherheit
Der AXA Verkehrssicherheits-Report 2009 stellt es unmissverständlich klar: Frauen verhalten sich im Straßenverkehr eher vorbildlich als Männer. Vor allem bei der Beachtung von Sicherheitsregeln punkten sie. Ob Alkohol am Steuer, zu geringer Sicherheitsabstand oder Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung: jedes Mal schneiden die Frauen besser ab. So telefonieren 31 Prozent der Männer gelegentlich ohne Freisprechanlage hinter dem Steuer, aber nur 18 Prozent der Frauen. Ebenfalls 31 Prozent der Männer geben zu, öfters zu dicht aufzufahren – bei den Frauen sind es nur 20 Prozent.
Nach zwei oder mehr alkoholischen Drinks noch ans Steuer – das geht gar nicht. Bei 16 Prozent der Männer aber doch. Und immerhin auch bei fünf Prozent der Autofahrerinnen.

Mehr Bußgelder für die Männer
Alles in allem ist die Tendenz eindeutig. Männer fahren forscher und ignorieren eher Sicherheitsbestimmungen als Frauen. Dementsprechend werden sie häufiger bei Bußgeldern zur Kasse gebeten: 23 Prozent gegenüber 15 Prozent bei den Frauen.
Auch die Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg spricht eine deutliche Sprache. Zwar fahren Männer mehr Auto als Frauen, so dass die absoluten Vergleichszahlen hier weniger aussagekräftig sind. Aber dass 78,3 Prozent aller wegen Verkehrsverstößen eingetragenen Personen männlich sind, spricht Bände. Zudem bestätigt das Kraftfahrt-Bundesamt, dass Männer häufiger Wiederholungstäter sind. Außerdem sind ihre Verstöße häufig schwerwiegender als bei Frauen. Auch die so genannte MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) muss häufiger von männlichen als weiblichen Verkehrsteilnehmern abgelegt werden.

Männliche Fahrer sind kaum belehrbar
Der AXA Verkehrssicherheits-Report 2009 zeigt auch, dass Frauen eher Bereitschaft zur Besserung zeigen als Männer. Bei 25 Prozent der Fahrerinnen kommen Präventionskampagnen gut an, hingegen nur bei 16 Prozent der männlichen Fahrer. Frauen befürworten zu 42 Prozent Verkehrsunterricht für Kinder – Männer hingegen nur zu 30 Prozent. Auch bei Vorsorgemaßnahmen zur Sicherheit sind Frauen also vorne.

Hinterlasse eine Antwort

*