Weitere Informationen zur Kfz-Versicherung

Nutzen Sie unseren kostenlosen Kfz-Versicherungsvergleich

Fortbewegungsmittel und Liebhaberstück – viele können sich ihren Alltag ohne Auto nicht vorstellen. Die Wahl des eigenen Fahrzeugs fällt meist leicht. Schwieriger ist es, unter mehr als 200 Anbietern die optimale Kfz-Versicherung zu finden. Dabei lohnt sich ein Kfz-Versicherung Vergleich. Im Idealfall können Sie durch einen Wechsel pro Jahr mehrere hundert € sparen, denn einzelne Auto- versicherungen haben für identische Fahrzeugtypen oft unterschiedliche Prämien und Angebote.

Auch wenn die Laufzeit Ihres Kfz-Versicherungsvertrags noch nicht abgelaufen ist, ist unser kostenloser Autoversicherungsvergleich empfehlenswert – in einigen Fällen können Sie Ihr Sonderkündigungsrecht nutzen.

Die Bestandteile Ihrer Autoversicherung: Kasko und Kfz-Haftpflicht

Die Hauptteile Ihrer Autoversicherung bestehen aus Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung. Wahlweise kommen weitere Elemente hinzu. Die Kaskoversicherung deckt je nach Vertrag verschiedenste Schäden an Ihrem eigenen Wagen ab, sie ist freiwillig, aber empfehlenswert. Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt für Sach-, Personen- und Vermögenschäden auf, die Fahrerinnen oder Fahrer bei Dritten verursachen.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung

Schutz bei Ansprüchen von Dritten

Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt für Sach- und Personenschäden auf, welche die Fahrerin oder der Fahrer zu verantworten hat; sie deckt keine Schäden am Fahrzeug des Verursachers oder der Verursacherin. Sie ist Vorschrift, damit geschädigte Dritte bei einem Verkehrsvorfall angemessen entschädigt und versorgt werden, auch wenn die Schadenverursacherin oder der Schadenverursacher kein ausreichendes Privatvermögen haben.

Die Autoversicherer haben dabei unterschiedliche Konditionen und Prämien für einzelne Leistungen. Jedes zugelassene Kfz-Versicherungsunternehmen muss jedoch Haftpflichtversicherungen anbieten, die sich nach den rechtlichen Bestimmungen richten.

So sind bestimmte Schadensdeckung-Mindestsummen gesetzlich vorgegeben. Bei einem zur Personenbeförderung genutzten Fahrzeug – auch mit Anhänger – das insgesamt weniger als elf Plätze hat, liegen diese Mindestsummen in der Regel wie folgt:

  • Personenschäden: 7,5 Millionen €
  • Sachschäden: 1,12 Millionen €
  • Vermögensschäden: 0,05 Millionen €

Die Kfz-Kaskoversicherung

Schutz für Schäden am eigenen Wagen

Teil- und Vollkaskoversicherungen decken – je nach Umfang der Kfz-Versicherungspolice – verschiedene, potentielle Schäden am eigenen Auto ab. Unterschiedliche Kfz-Versicherer variieren dabei in Leistung, Preis und Angebot.

Übersicht der Leistungen Teilkasko & Vollkasko

Wann die Teilkaskoversicherung greift

  • Glasbruch
  • Kabelschäden oder Schäden durch Kurzschluss
  • Schäden durch Sturm, Hagel, Fluten oder Blitzschlag
  • Schäden durch Brand oder Explosionen
  • Diebstahl des Autos oder von Fahrzeugteilen
  • Kollisionen mit Haarwild, wenn der Pkw in Bewegung ist

Wichtig ist, sich die Bestimmungen Ihres Kfz-Versicherung Anbieters genau durchzusehen, denn dort wird im Einzelnen definiert, welche durch Tiere verursachte Schäden abgedeckt und welche Autoteile im Einzelnen versichert sind.

Schäden, die im Teilkaskovertrag nicht mitversichert werden, können mit einem Zusatzbeitrag versichert werden – das sind beispielsweise unter Umständen der Ersatz von Sonderausstattungen oder die Versicherung gegen Nager unter der Motorhaube.

Wann die Vollkaskoversicherung greift

  • Kollisionsschäden durch Eigenverschulden
  • Kollisionsschäden durch nicht zu ermittelnde Verursacher
  • Schäden, bei denen der Schuldige Fahrerflucht begangen hat
  • Schäden durch zahlungsunfähige oder nicht versicherte Dritte
  • Schäden durch Vandalismus
  • Schäden durch Tiere, die nicht unter den Teilkaskoschutz fallen

Auch hier gibt es Ausnahmen. Eine Autoversicherung muss etwa im Falle grober Fahrlässigkeit nicht zahlen, dazu gehören beispiels- weise Alkoholeinfluss am Steuer, Fahrerflucht der / des Versicherten oder die Nutzung des Pkw, wenn es nicht mehr verkehrstauglich ist.

Einzelne Autoversicherer machen zudem Unterschiede in der Bewertung des Wagens als neuwertig – auf eine Neuwertentschädigung haben Sie so bei manchen Unternehmen nur wenige Monate, bei anderen mehr als ein Jahr Anspruch.

Vollkasko und Teilkasko im Vergleich

Was lohnt sich für mich?

Pauschal ist nicht zu sagen, welche Kfz-Kaskovariante sich für Sie persönlich lohnt. Abhängig ist dies unter anderem von Modell und Alter Ihres Fahrzeugs, Ihrem Schadenfreiheitsrabatt, der Höhe der gewünschten Schadensdeckung und Ihren finanziellen Möglichkeiten.

In Erwägung ziehen sollten Sie den Abschluss einer Vollkaskoversicherung, wenn Ihr Auto besonders neu ist oder einen hohen Listenpreis hat. Auch wenn der Wagen über einen Kredit finanziert wird, würde im Fall eines Totalschadens der Kredit mithilfe einer Vollkaskoversicherung unter Umständen abgelöst werden.

Wenn Sie viele Jahre schadenfrei gefahren sind, wird Ihnen dies im Vollkaskomodus angerechnet – denn viele von der Vollkasko abgedeckte Schäden können durch umsichtiges Fahren vermieden werden. In einer Teilkasko- versicherung wird der Schadenfreiheitsrabatt nicht berücksichtigt, da Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter auf die dort abgedeckten Schäden keinen Einfluss haben – z. B. auf Wildwechsel oder Unwetter.

Generell empfiehlt sich der Versicherungsvergleich beider Kaskovarianten, denn je nach Versicherer und Ihren Umständen kann die Kfz-Vollkaskoversicherung verhältnismäßig günstiger sein als die Teilkasko. Allgemein ist bei beiden Kaskovarianten eine Selbstbeteiligung anzuraten, denn dadurch wird Ihre Kfz-Versicherung wesentlich preiswerter, und nicht alle Unternehmen bieten Kaskoversicherungen ohne Eigenbeteiligung an. Ist zudem ein potentieller Schaden bereits durch Ihre Selbstbeteiligung abgegolten, dann ändert sich auch Ihre SF-Klasse nicht.

Das beeinflusst die Höhe Ihrer Kfz-Versicherung Beträge

Schadenfreiheitsrabatt, Typklasse, Regionalklasse und persönliche Umstände

Wichtig bei der Beitragsberechnung ist nicht nur der gewünschte Versicherungsumfang, sondern auch zahlreiche andere Kriterien, zum Beispiel wo, wer, wie oft, welches Fahrzeug fährt, wie lange schon unfallfrei gefahren wurde oder wo der Wagen geparkt wird. Die einzelnen Anbieter bewerten diese Kriterien dabei unterschiedlich – dementsprechend gibt es gravierende Unterschiede bei der Tarifkalkulation und damit auch bei den individuellen Preisen einzelner Versicherungen. Besondere Bedeutung hat aber in jedem Fall der Schadenfreiheitsrabatt.

Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) und Schadenfreiheitsrabatt (SF-Rabatt)

Einen sehr großen Einfluss auf die Höhe der Versicherungsprämie hat der Schadenfreiheitsrabatt. Dabei gilt: Je länger die oder der Versicherte schadenfrei autofährt, desto höher ist die SF-Klasse und desto günstiger sind Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherungen. Bei der Teilkaskoversicherung greift der SF-Rabatt nicht, weil die dort abgedeckten Schäden meist nicht durch gutes Fahrverhalten beeinflusst werden können – so etwa Sturmschäden.

Mussten Sie innerhalb der letzten Jahre beispielsweise nur Ihre Vollkaskoversicherung in Anspruch nehmen, ändert sich nur die SF-Klasse für die Vollkaskoversicherung. In der Kfz-Haftpflichtversicherung werden Sie dann in der Regel nicht zurückgestuft. Es gibt dabei für Autoversicherung Anbieter keine einheitliche SF-Klassentabelle. Jedes Unternehmen ordnet den einzelnen Klassen unterschiedlich hohe Beitragssätze zu.

Beispielrechnung

Ein Versicherungsnehmer ist zehn Jahre schadenfrei gefahren und gehört SF-Klasse 10 an. Versicherung A würde ihm noch 40 % der Grundprämie für je die Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung berechnen. Versicherung B hingegen berechnet ihm für beide Versicherungen je 36 %.

Die Schadenfreiheitsklasse hat insgesamt also weitaus höhere Auswirkungen auf die Tarifbildung, als etwa die Regionalklasse. Ein Kfz-versicherung Vergleich ist dementsprechend empfehlenswert und kann Ihnen sehr viel Geld sparen. Ihre eigene, aktuelle Schadenfreiheitsklasse für Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung – und gegebenenfalls Ihre Vollkaskoversicherung – finden Sie auf Ihrer aktuellen Beitragsrechnung oder bei Ihrem Auroversicherer im Online-Portal.

Hatten Sie innerhalb der letzten sieben Jahre eine Kfz-Versicherung, können Sie Ihre dortige Schadenfreiheitsklasse mit zu einem anderen Versicherer nehmen. Hatten Sie keine eigene Kfz-Versicherung, können Sie bei einigen Unternehmen Schadenfreiheitsrabatte von Dritten übernehmen, beispielsweise von Ihren Eltern. Diese Übertragung ist allerdings nicht rückgängig zu machen.

Da insbesondere Fahranfängerinnen und Fahranfänger hohe Kfz-Versicherungsbeiträge zahlen, lohnt es sich unter Umständen, deren Autos als Zweitwagen von beispielsweise den Eltern zu versichern. Dabei steigen allerdings auch die Prämien für die Eltern. Besondere Familientarife einiger Kfz-Versicherungsunternehmen können ebenfalls eine Alternative sein.

Sollten Sie ein Saisonkennzeichen haben, müssen Sie beachten, dass Sie nach einem schadenfreien Jahr nur in eine bessere SF-Klasse eingestuft werden, wenn dieses mindestens sechs Monate davon gültig ist.

Die Typklasse

In Deutschland sind etwa 26.000 verschiedene Fahrzeugmodelle zugelassen. Um Beitragshöhen zu ermitteln, werden sie in Typklassen eingestuft. Veröffentlicht wird diese Einstufung vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Diese Typklassen geben Auskunft darüber, wie viele Schäden und Unfälle ein bestimmter Wagentyp hatte. Berücksichtigt werden dabei nur die Schäden, die den Kfz-Versicherungsunternehmen gemeldet worden sind, beziehungsweise die, für die eine Autoversicherung aufgekommen ist. Allgemein gilt: Je weniger Schäden, desto niedriger die Typklasse, desto niedriger die Versicherungsprämie.

Es gibt dabei unterschiedliche Typklassen für je die Kfz-Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkaskoversicherung, da verschiedenartige Schäden relevant sind.

Kfz-Haftpflicht Teilkasko Vollkasko
16 Typklassen (10 - 25) 24 Typklassen (10 - 33) 25 Typklassen (10 - 34)
Berücksichtigt werden insbesondere Wagenart und Fahrverhalten. Neben Verkehrsunfällen wird beispielsweise auch berücksichtigt, wie oft ein bestimmtes Modell gestohlen oder beschädigt wurde oder welche Schäden durch Hagel oder Sturm entstanden sind.
Allgemein gilt: Je weniger Schäden, desto niedriger die Typklasse, desto günstiger die Versicherungsprämie.

Das Typklassenverzeichnis des GDV erscheint je am 1. Oktober eines Jahres. Hat sich die Typklasse Ihres Autos geändert, wird dies bei bestehenden Kfz-Versicherungsverträgen meist zum Jahreswechsel in die Tarifkalkulation eingebunden. Die Berücksichtigung der Typklassen ist dabei für Versicherungsanbieter keine gesetzliche Pflicht. Sie werden aber fast ausnahmslos bei der Tarifbildung zurate gezogen.

Die Regionalklasse

Die Bundesrepublik hat 415 Zulassungsbezirke für Kfz-Fahrzeuge, die in Regionalklassen eingeteilt werden. Der GDV veröffentlicht einmal jährlich die neue Regionalklasseneinstufung. Bei dieser Unterteilung ist das Kriterium die Schadensbilanz der im Bezirk gemeldeten Autos – beziehungsweise die Schadensbilanz der im Bezirk gemeldeten Kfz-Versicherten – im Vergleich zum Bundesdurchschnitt. Berücksichtigt werden dabei nur Unfall- und Autoschäden, die Kfz-Versicherungen gemeldet worden sind, beziehungsweise für die Kfz-Versicherungen aufgekommen sind. Zulassungsbezirke, die ähnliche Schadensbilanzen haben, gehören einer Regionalklasse an.

Es gibt für Kfz-Haftpflicht-, Teil- und Vollkaskoversicherung unterschiedliche Klassen, da unterschiedliche Kriterien wichtig sind: Bei der Teilkaskoversicherung etwa sind etwa Sturm- und Hagelschäden relevant, bei der Kfz-Haftpflichtversicherung Schadensansprüche von Dritten.

Die Regionalstatistik wird einmal jährlich erstellt und berücksichtigt jeweils die Schadenfälle der letzten fünf Jahre. Regionalklassen sind wie die Typklassen für die Tarifkalkulation seitens der Kfz-Versicherer nicht verbindlich. In der Regel werden neue Regionalklassen-Einstufungen bei neuen Verträgen sofort und bei bestehenden zum Jahreswechsel berücksichtigt.

Kfz-Haftpflicht Teilkasko Vollkasko
12 Regionalklassen (1 - 12) 16 Regionalklassen (1 – 16) 9 Regionalklassen (1 - 9)
Die Einstufung ist abhängig vom Fahrverhalten der im Bezirk zugelassen Autofahrerinnen und Fahrer – also der Schadenhäufigkeit im Verhältnis zur Anzahl der dort zugelassenen Fahrzeuge und der durchschnittlichen bundesweiten Schadenhöhe. Die jeweiligen Regionalklassen für die Kaskoversicherung berücksichtigen relevante lokale Eigenheiten, etwa Witterungsverhältnisse und damit verbundene mögliche Schäden durch Sturm, Fluten oder Hagel. Auch Infrastruktur, Straßenzustände, Diebstahlhäufigkeiten oder Wildunfälle sind Kriterien.
Der Bundesdurchschnitt für die Kfz-Haftpflichtversicherung entspricht Regionalklasse 6, liegt die Regionalklasse Ihres Bezirks über dieser Zahl, ist die Schadensbilanz höher, ist Ihre Regionalklasse kleiner als die Zahl 6, liegt sie besser. Der Bundesdurchschnitt für die Teilkasko entspricht Regionalklasse 7, liegt die Regionalklasse Ihres Bezirks über dieser Zahl, ist die Schadensbilanz höher, ist Ihre Regionalklasse kleiner als die Zahl 7, liegt sie besser. Der Bundesdurchschnitt entspricht in der Vollkaskoversicherung der Regionalklasse 4. Liegt die Regionalklasse Ihres Bezirks über dieser Zahl, ist die Schadensbilanz höher, ist Ihre Regionalklasse kleiner als die Zahl 4, liegt sie besser.

Mit dem Autoschutzbrief sicher unterwegs

Mit einem Autoschutzbrief erhalten Sie bei Pannen, Unfällen oder im Krankheitsfall Hilfestellung – sowohl in der Bundesrepublik als auch im europäischen Ausland. Dazu gehören etwa Ersatzteilversand, Abschlepp-, Mietwagen- und Übernachtungskosten oder der Krankenrücktransport. Der Schutzbrief gilt also für das Fahrzeug und die Insassen in gleichem Maße.

Der Autoschutzbrief ist eine Zusatzversicherung, die Sie bei Ihrem Kfz-Versicherungsunternehmen für verhältnismäßig geringe Mehrkosten anfordern können. Bei einigen Kfz-Versicherern können Sie den Autoschutzbrief nur in Anspruch nehmen, wenn Sie eine Kaskoversicherung abgeschlossen haben, bei anderen Unternehmen reicht die Kfz-Haftpflichtversicherung. Müssen Sie den Schutzbrief in Anspruch nehmen, informieren Sie Ihre Versicherung, die dann die notwendige Assistenz in die Wege leitet – im Ausland sind dabei die Vertragspartner Ihres Anbieters in der Regel schnell hilfeleistend zur Stelle.

Insbesondere für Vielfahrerinnen und Vielfahrer lohnt sich dabei der Autoschutzbrief. Auch wenn Sie mit Ihrem Wagen ins europäische Ausland fahren, ist er hilfreich, da einige Leistungen – wie der Krankenrücktransport oder der Ersatzteilversand – speziell auf Vorfälle im Ausland zugeschnitten sind.

Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung ist ein freiwilliger Zusatzbaustein der Kfz-Versicherung. Je nach Anbieter übernimmt das Unternehmen dabei bis zu einer bestimmten Höhe die Kosten für Anwaltsgebühren, Gerichtskosten und / oder Zeugengelder. Rechtsschutzversicherungen können nicht nur bezüglich Ihres Wagens, sondern auch für andere Lebensbereiche abgeschlossen werden – dann aber natürlich nicht im Rahmen Ihrer Autoversicherung. Allgemein sind bei einer Rechtsschutzversicherung dabei Einzelversicherungen oder auch Kombinationen verschiedener Lebensbereiche möglich.

Ob und was für Sie sinnvoll sind, hängt von Ihren persönlichen Umständen ab. Auch hier gilt, dass verschiedene Kfz-Versicherung Anbieter für den Rechtsschutz unterschiedliche Tarife und Leistungen anbieten.

Rabattschutz und Rabattretter

Viele Unternehmen bieten als Zusatz-Baustein der Kfz-Versicherung den Rabattschutz an. Haben Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmer eine bestimmte SF-Klasse erreicht – der nach Anbieter variiert – können sie sich gegen Rückstufungen im Schadenfall versichern. Je nach Tarif ist eine bestimmte Anzahl von Schäden pro Jahr rückstufungsfrei, die SF-Klasse verbessert sich also trotz eines Schadenfalls wie im Schadenfreiheitsfall.

Möchten Nutzerinnen und Nutzer des Rabattschutzes die Kfz-Versicherung wechseln, müssen sie beachten, dass der angerechnete Rabattschutz meist nicht gilt. Ist die vorherige Autoversicherung für Schäden aufgekommen, aber hat die Versicherte oder den Versicherten aufgrund des Rabattschutzes nicht zurückgestuft, so wird die neue Versicherung diese Rückstufung höchstwahrscheinlich vornehmen.

Fahren Sie bereits viele Jahre schadenfrei, so bieten einige Kfz-Versicherungen zuweilen – manchmal auch ohne Beitragszuschläge – einen Rabattretter an. Das heißt, im Schadenfall werden Sie nur geringfügig oder sogar gar nicht zurückgestuft. Bezüglich Rabattschutz und Rabattretter haben einzelne Versicherer sehr unterschiedliche Policen. Ein Autoversicherung Vergleich ist also sinnvoll.

Knabbernde Mader und flinke Rehe

Schäden durch Tiere – das zahlt die Teilkaskoversicherung

Die Vollkaskoversicherung zahlt für fast alle, durch Tiere verursachten Schäden. In einer Teilkaskoversicherung ist das nicht der Fall. Sie haben Recht auf Schadenanspruch, wenn Ihr Fahrzeug bei einem Zusammenstoß mit Wild in Bewegung war. Aber Wild ist nicht gleich Wild: Viele Teilkaskoversicherungen decken einzig Kollisionen mit sogenanntem ‚Haarwild' entsprechend der Definition von § 2 des Bundesjagdgesetzes. Zum Haarwild zählen Rehe, Elche, Wildschweine, Wildkatzen, Feldhasen oder Füchse – die einzelnen Bundesländer können zudem weitere Tierarten unter das Jagdrecht stellen.

Kühe, Pferde oder Hauskatzen fallen hingegen unter die Kategorie der domestizierten Haus- und Nutztiere – bei einer Kollision zahlt die Teilkaskoversicherung also meist nicht. Auch bei Kollisionen mit Federwild wie Möwen oder Wildgänsen haben Sie gegenüber der Teilkaskoversicherung oftmals keine Ansprüche.

Wenn Entschädigungsanspruch besteht, müssen Versicherte dies zudem nachweisen können. Rennt beispielsweise ein Hirsch nach einem Wagenzusammenstoß davon, sollte man sich umgehend an die Polizei oder einen zuständigen Jagdpächter wenden – diese können eine Wildschadenbestätigung ausstellen. Idealerweise werden zu diesem Zeitpunkt auch bereits detailliert das Tier und der Unfallhergang geschildert – denn es kann sein, dass Gutachter im Nachhinein die Angaben und damit den Schadensanspruch von Versicherten überprüfen.

Auch Nager verursachen oft Schäden. Stein- und Baummarder werden dabei als Haarwild definiert. Während ein Mader jedoch Ihre Wagenverkabelung anknabbert, steht Ihr Wagen meist still. Die Kosten für unbrauchbare Kabel werden zwar in der Regel von der Teilkaskoversicherung erstattet, nicht sichergestellt ist jedoch der Schadensanspruch bei ernsthaften Folgeschäden – etwa am Motor. Und auch andere Nager machen es sich zuweilen unter der Motorhaube bequem, beispielsweise Ratten oder sogar Katzen. Gutachter können meist anhand von Fell- und Duftspuren genau bestimmen, um welches Tier es sich handelt. Für Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmer ist es also sinnvoll zu prüfen, was genau einzelne Kaskopolicen abdecken – hinsichtlich Kollisionsschäden und auch in Bezug auf verschiedene durch Tiere verursachte Schäden, wenn das Fahrzeug still steht.